Freud und Leid – so nah bei einander

Nach zwei missglückten Anläufen ( einmal sagte der Fährtenleger ab, einmal der Prüfer), wollten wir es am Sonnabend wissen!

Frauchen mit Benny wollte die FH1 ablegen, Herrchen mit Spike die FH2.

Spike FH2

Einstein von der Satansmeute ist ein richtiger FÄHRTENHUND!!!

Übersetzt heißt das, er kann jede Fährte zu einem Erlebnis machen. Der Fährte folgen ist ja simpel, also zeige ich dem „Nasenblinden“ da hinten mal, wie ich mir eine Fährte vorstelle: Ich bleibe in der Spur, das ist so einfach, dass ich auch noch nebenbei die gesamte Umgebung beobachten kann! Ab und an soll ja mal Futter in der Originalverpackung vorbeikommen, das werde ich garantiert nicht verpassen! Wenn Du Leinenbeschwerer hinten „alt aussiehst“, kann ich hier vorn glänzen!

Mit Sicherheit war das seit langer Zeit die schwächste Fährtenarbeit, die Spike zeigte. Wir legten vor ca. 2 Wochen eine Fährte mitten durch ein „rehverseuchtes“ Waldstück und er hat beinahe eine Furche mit der Schnauze in den Waldboden gegraben!

Fazit: Spike hat einen Mords-Spaß an der Sucharbeit. Winkel- und Gegenstandsarbeit sind einfach unschlagbar! Auf den langen (oder besser langweiligen) Geraden wirkt er teilweise unkonzentriert bzw. unmotiviert. Wird die Aufgabe anspruchsvoller, sucht er hervorragend!

Seine Lust am Finden der Fährte hat unserem Gespann hier bei der Prüfung wohl „den Hintern gerettet“!

Danke Großer!

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Benny FH1

Frauchen wurde von Herrchen überzeugt, die FH1 zu versuchen. Sie schwankte zwischen dieser Prüfung und der Vorstufe – FPR3. Hätte ich mir doch auf die Zunge gebissen!!!

Nach den vorangegangenen Prüfungsausfällen waren wir beide sehr entspannt, hatten wir uns doch schon 2x umsonst aufgeregt und mit Adrenalin vollgepumt. Prüfungssituationen sehen anders aus. Vielleicht hat den Ausschlag gegeben.

Benny  wollte wohl beweisen, dass in seinem Stammbaum auch ein „Schweinehund“ vorkommt: Er ging zügig in die Fährte, um relativ schnell festzustellen, dass es bei Frauchen trockener und nicht so anstrengend ist. Winkel überlief er, um diese dann in großem Bogen wieder zu finden. Gegenstände zeigte er an, in dem er mit diesen (immerhin im Platz) spielte. Ein abseits liegender größerer Stein wurde markiert.

Der Prüfer hatte wirklich eine Engelsgeduld, aber nach 2/3 der Fährte war es auch diesem wohlwollenden Herren zu viel. Abbruch!

Frauchen ist „sauer, wie eine Essigfliege“! Ihr Liebling (nicht Herrchen, sondern Benny) musste die Nacht getrennt von ihr verbringen …das ist die Höchststrafe!

Danke und Fazit

Allen, die sich mit uns für unser Rudel engagiert haben, möchte ich ein herzliches Dankeschön sagen! Namentlich: Katrin (Motte-Mutti), Rita und die SATANS MEUTE Leute: Gabi & Uwe!

Wahrscheinlich ist die Umstellung der Methodik von deduktiv („Ich zeig dir alles, damit du keine Fehler machst!“) auf induktiv („Fehler gehören im bestimmten Umfang zum Lernen dazu!“) für Benny einfach nur zu kurzfristig gewesen. Bei Spike hat es wunderbar funktioniert. Während Spike aus Lust am Fährten sucht, fährtet Benny aus Liebe zu Frauchen. Auch diese unterschiedliche Motivation hat sich in der Prüfungssituation niedergeschlagen. Benny, außer Frauchenkontrolle, hat gemacht was er wollte. Spike ebenso – er wollte Fährten.

 

Wenn man im Team übt und gemeinsam einem Hobby nachgeht, ist es verdammt schwierig sich zu freuen, wenn der Partner Pech hat. Herrchen traut sich nicht, stolz zu jubilieren, was für einen Oberhammer-Suchhund er hat, ist doch jede derartige Äußerung ein kleiner Nadelstich wider Frauchen. Frauchen hat aber einen maßgeblichen Anteil an unserem Erfolg! Sie ist es, die uns immer wieder in die raue Natur schickt, um irgend welche abgestorbene Körperteile in Wald und Flur zu verlieren um danach die Schnauzer auf dieser Duftspur ihr Futter finden zu lassen.

Frauchen, alle 10 Pfoten lieben Dich!