Mit dem Riesen beim Survival-Training – Frauchen nennt es Urlaub!
Frauchen hatte -trotz all des Stresses um die Zertifizierung ihrer Firma- offensichtlich genug Zeit, sich um im Internet nach Ferienhäusern umzuschauen. Kein Wunder, Herrchen musste ja den Schriftkram und die Hundebetreuung übernehmen ;-)!
Sie fand in Deven -ein Dörfeleinchenchen in der Nähe von Waren an der Müritz- ein phantastisches, komplett und liebevoll eingerichtetes, hundefreundliches Feriendomizil. Die Vermieter sind Hundemenschen, das ca. 4000 qm große Grundstück ist komplett eingezäunt, und die Umgebung lädt zum Wandern in der Natur ein! Die „zufällig“ vergessenen Zerrseile, Bälle und sonstigen Hundespielzeuge … hundeparadiesisch!
Warum wir so ein großes Areal buchten, erschließt sich weder Spike noch mir! Frauchen war bemüht, uns „Großen“ in die Weiten des Müritzer Seenlandes zu schicken. Benny mit seinen kurzen Beinchen wurde derweil durch Brennesseln getragen und durfte sich ein Loch ins Fell kraulen lassen.
Urlaub, das bedeutet Ausschlafen, gemütlich Bummeln, in Cafés einkehren und Ruhe tanken – aber nicht mit Frauchen! Wecken war gegen 7:00 Uhr angesagt – so viele Sonnenaufgänge habe ich die in diesem Jahr noch nie gesehen! Den Schnauzern war es egal, Frauchen mit ihrer Frühaufstehermentalität war in ihrem Element …nur Herrchen fragte sich mehrfach inmitten des Ackers: Hallo, was mache ich hier mitten in der Nacht auf dem Acker???
Ausflüge in das vor der Haustür liegende Waren, das benachbarte Neubrandenburg und das etwas entfernte (100 km) Greifswald wurden nach Hundebedürfnissen geplant. Frauchen war clever genug, Herrchen danach mit dem Riesen allein in die Wüste zu schicken. Spaziergänge von der Länge des „Marsches der Bewährung “ bei der NVA , führten Spike und meine Wenigkeit durch Morast, wirklich undurchdringlichen Wald (der Riese hat mich toll hindurch gelotst) und …eine wunderbare Landschaft. Es ist schon faszinierend zu erleben wie hingebungsvoll ein Riesenschnauzer in der „Wildnis“ auf seinen Menschen aufpasst; Frauchens Konzept ging voll auf: In dieser Zweisamkeit, in der Hund und Mensch aufeinander angewiesen sind, hat sich unsere Bindung (Riese und Herrchen) noch wesentlich verstärkt.
Frauchen kümmerte sich liebevoll um den Zwerg, immer darauf bedacht, dass Benny wie ein richtiger Schutzhund gefordert, dabei aber nie überfordert wird. Gemeinsam mit ihren mitgereisten Eltern verhätschelten Frauchen und Schwiegerleute den Zwerg. Dieser genoss seine Zuwendung in vollen Zügen! Eine klassisch bayrische Eckbank okkupierte der kleine Mann nach dem Motto: „3-2-1-MEIN’s!“ Niemand machte ihm diesen Platz streitig.
Der Urlaub war großartig und ein voller Erfolg, wenn auch anstrengend für Spike und Herrchen und für Benny mit Frauchen eine genutzte Chance, die Streichel-Commnity zu festigen und das Streichle-Barometer um eine neue Stufe zu erweitern.





