Saisonstart mit Biss

Nach dem ewig langen Winter, genossen wir das erste sonnige Wochenende bei Freunden. Frauchen hatte uns mehr oder weniger bei den Satans Meute Leuten angedroht.

Bei Herrchens Plänen, die Fährtenhundprüfung IPO-FH in diesem Jahr erfolgreich abzulegen, bot es sich an, die professionelle Hilfe von Gabi und Uwe in Anspruch zu nehmen. Ich fasse mich hier kurz:

  • Das Gespann Benny-Frauchen hat ein großes Stück Arbeit vor sich, wenn der Zwergschnauzer Frauchens Wünschen entsprechen will.
  • Der „Riesen-Fährten-Such-und-Finde-Hund“ hat seine Aufgabe wirklich zu Herrchens Stolz und der Züchter wohlwollender Zufriedenheit gemeistert. Auch mit einem orientierungslosen Zweibeiner hinter sich, macht Spike seine Sache gut.
  • Trotz sporadischem, persönlichen Kontakt zu den Satans Meute Protagonisten, ist daraus ein echt freundschaftliches Verhältnis entstanden.

Sonnabend, 13.April:

Nach dem Fährtentraining mit beiden Schnauern, welches Herrchen zu Lobeshymnen veranlasste und Frauchen in ihren Zweifeln bestärkte, saßen wir abends gemütlich bei unseren Gastgebern. Nach dem Ausklang des Abends ging Herrchen mit beiden Schnauzern noch eine Gassi-Runde.
Benny, der Übereifrige, rannte urplötzlich auf ein Einfahrttor zu, bellte kurz auf, um unmittelbar danach in den höchsten Tönen zu winseln. Er hatte sich unter dem Tor mit einem Jagdterrier ein einseitiges Gefecht geliefert. Der Terrier hat ihm den linken vorderen Unterschenkel und die Pfote „getackert“. Herrchen hat genau so falsch reagiert, wie es wahrscheinlich jeder Hundebesitzer machen würde und beherzt seinen Kleinen zu retten versucht. Das der Riese bei diesem Rettungsversuch im befohlenen „Platz“ verblieb, wundert mich jetzt noch und macht mich auch etwas stolz.

Fazit:

Benny ist momentan ein „Dreibeiner“. Er setzt den linken Fuß noch immer nicht ein. Als Rechts-Pinkler kippen wir mit fehlendem linken Stützfuß manchmal beim Markieren noch um oder wir denken daran und lehnen uns gekonnt mit dem gesamten Körpergewicht an den Baum an.

Die Tierärztin in Pretzsch, die Benny am Sonntag verarztete, ist Spitze. Sie hat ohne teure Untersuchung die richtige Diagnose gestellt (am Montag waren wir in Dresden in der Tierklinik und haben für die Nachbehandlung das 7-fache bezahlt).