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1. Advent

Frauchens Eingebungen sind manchmal schmerzhaft. Ihre gestrige Schnapsidee – „mitten in der Nacht“ mit den Hundejungen Spazieren zu gehen (so gegen 8:00 Uhr), um etwas vom Sonntag zu haben, wurde heute sofort in die Tat umgesetzt.

„Wenn das erste Lichtlein brennt, der Schnauzer übern Acker rennt!“

Somit blieb also genug Zeit, um solche typisch weiblich determinierten Arbeiten wie weihnachtliches Schmücken und Saubermachen zu erledigen. Das dabei Spike nicht ausgelastet werden kann, merkte ich vor wenigen Minuten.

Unser etwas stürmisches Spiel wird dafür sorgen, dass ich morgen die Wundmale Christi tragen darf.
Mein Gott ist der „Große“ schnell -oder werde ich zu langsam?

Schnauzer friedlich

So ein friedlicher Hund! Wink

Spike in Eisenach

Nach einigem Hin und Her, haben wir unseren Plan in die Tat umgesetzt. Mitten im Winter -ja, wer sonst ist schon so naiv, und fährt bei der ersten Glatteiswarnung einmal quer durch die Republik- schnappen wir unser Wohnmobil, und verbinden Beruf mit Hobby. Spike sieht die Wartburg. Nachts angekommen, brauchen wir beiden Männer erst einmal etwas Zeit, um unser Zusammenleben auf ca. 6 qm zu organisieren. Die Nacht ist saukalt.

Da ich erst gegen Mittag arbeiten muss, schnappe ich mir Spike erst einmal zu einem ausführlichen Gassi. Nach dem Frühstück -für Spike, nicht für mich, geht es eine zweite Runde, diesesmal noch etwas weiter. Gegen 11:Uhr -Spike döst so vor sich hin- verabschiede ich mich von meinem Kumpel.

In der Unterrichtspause schleiche ich mich vorsichtig an den sicherlich heulenden Hund heran – nichts passiert. Hier könnte man mir glatt das Wohnmobil stehlen, Spike döste friedlich vor sich hin. Nach der zweiten Stunde begrüßt mich ein sichtlich ausgeruhter Riesenschnauzer, der nun voller Tatendrang sein Herrchen in Beschlag nimmt. Also große Gassirunde, Fahrt ins 7 km entfernte Wutha-Fanroda oder exakter: mitten in die bis dahin traumhaft unberührte Natur. Spike genießt seine Freiheit. Nach ca. einer Stunde erfolgt die Rückfahrt.

Ich hatte die Absperrung zwischen Fahrgastraum und Spikes Raum nicht richtig befestigt und schon hatte ich einen tollen Beifahrer. Schwach von mir, clever von Spike.

Zurück in Eisenach Gassi die Dritte. Was will man auch mit einem Riesenbaby in dem Wohnmobil anfangen? Die Gaststätte, die am Wege lag, besuchten wir gemeinsam. Spike benahm sich darin mustergültig – bis auf die andauernden Versuche, mir  ständig mein Würzfleisch streitig zu machen.

Jetzt schreibe ich hier, eine Hand auf der Tastatur, die andere am Spielzeug.

TOLLER HUND – SUPER SCHNAUZER  – geschafftes Herrchen!

 

PS: Körpernahes Spielen – vergesst alle Kurse und Bücher! Dieser Nachmittag / Abend im Wohnmobil ist die beste Trainingseinheit dafür.

Spiel oder Ernst?

Vielleicht kann jemand mit richtigem Hundewissen uns hierzu einen Tipp geben?!  Es ist abends, beide Hunde waren beim Hundesport.

Nach ca. 1 Stunde das folgendes Szenario, auf welches wir uns keinen Reim machen können:

 

Die Qualität bitte ich zu entschuldigen, aber die Aufnahmen wurden mit dem zufällig griffbereiten Handy erstellt.

Wer weiß, was hier wirklich „abgeht“, möge im Kommentar seine Hinweise geben. Danke!

 

PS: Das „Knurren“ kommt von Benny! Nicht dass mir jemand sagt, mein Riese, der hier eindeutig der Friedfertige ist, schmatzt in Vorfreude auf die potenzielle Nachspeise!

Er ist ein Model und er sieht gut aus …

Unser „Dickerchen“ (Benny) war heute wieder einmal beim Friseur. Kurze Absprache:“Nicht zu kurz bitte, denn unsere Hunde sind bei jedem Sauwetter draußen; schnauzertypisch und bitte nicht zu teuer!“. Da Herrchen noch einen Termin in dieser Dresdner Ecke hatte, ließ ich Benny allein mit Kathrin (la bello). Nach kurzer Zeit kam ich zurück – Dickerchen??? Frisch geschoren (oder auch getrimmt) war aus dem stattlichen Hund mit der großen Klappe ein kleines Hündchen geworden. Schlank wie ein Windhund, die Rippen deutlich zu spüren (man muss nur tief genug drücken) und zu sehen, ein  beinahe idealgewichtiger Zwergschnauzer.

Liebe Susanne, die du uns ein schlechtes Gewissen eingeredet hast, den Familienfrieden in eine tiefe Krise gerissen hast, Benny auf eine sofort von Frauchen eigeleitete 100-%-Fasten-Zwangsdiät gesetzt hast- Fielmann gibt es auch in Berlin!!!Wink SCHNAUZER MÜSSEN SO SEIN – KOMPAKT UND KERNIG! (Das kleine Bäuchlein konntest Du nicht sehen, es hing ja viel zu tief unter dem Zwerg und gehört doch bei Zwergschnauzern zum Rassestandard …sagt Frauchen!)


{besps}groomer{/besps}

Mundraub

Der gestrige Tag war für Spike und mich sehr ruhig. Frauchen musste arbeiten und hatte dafür Benny an ihre Eltern verkauft. Beim Abholen am Abend war Benny nicht sofort auffindbar. Erst in der Küche, am gedeckten Abendbrottisch, wurde er ausfindig gemacht – auf der Sitzbank. Während Spike und ich uns auf dem verregneten Hundesportplatz schafften, klaute Benny in aller Seelenruhe das Abendessen meiner Schwiegereltern. Der Vorzeigehund von Mutti als gemeiner Wurstdieb. Super!

Aber irgendwie muss er Spike davon erzählt haben. Beim heutigen Kaffeetrinken (gedeckte Tafel mit „Zuckerkuchen“ und Streuselkuchen), stand auf einmal Spike in voller Größe mit den Vorderpfoten auf dem Tisch und bediente sich rasend schnell am Zuckerkuchen. Alles Pfui und „Lass es!“ rufen war vergeblich. Beim Griff ins Maul konnte ich noch einen Krümel erspüren – mehr war nicht zu holen!

Mit dem unschuldigsten Blick der Welt wollte er wohl sagen: „Wieso habt Ihr mich nicht direkt eingeladen?“

Spike, hättest Du nicht gestern beim Schutztraining in genau diesem „Affentempo“ den Arm greifen können? Ich wäre nicht nur stolz auf Dich gewesen, ich hätte Dir einen ganzen Zuckerkuchen gekauft … nicht nur so ein jämmerliches Eckchen!

  • Ist Mundraub heute noch straffrei, oder zählt er zu den Straftaten?
  •  Wie straft mein einen „klauenden“ Riesenschnauzer, wenn man sich das Lachen eigentlich nur schwer verkneifen kann?

Kurzbericht letzte Tage

Wir waren 2 x in der Fährte. Benny sucht intensiver (kein Wunder, er hat ja anatomisch bereits die Nase in Fährtenhöhe), Spike verweist etwas besser die Gegenstände. Benny in der Fährte zu sehen, „ist ein Bild für die Götter“! Er kriecht beinahe durch die Fährte. Wenn Frauchen die Leine nach den Gegenständen zu straff hält, wird er immer länger und befindet sich mit dem Bauch keine Handbreit über dem Acker. Der „Große“ lässt sich noch zu leicht ablenken, findet jedoch die Fährte immer wieder.

Bei unserem Radfahr-Auspowern, hat es Spike doch tatsächlich geschafft, mir das Hinterrad zu demolieren. In einem Affenzahn (mit ihm am Rad fahre ich rechts an jedem Auto in unserer 30-er-Zone vorbei) sprang ich elegant über eine Bordsteinkante! Leider für das Hinterrad zu kurz! Die Delle in der Stahlfelge spricht für Spikes Kraft. Also mit  dem Hund am Rad selbiges zurückgeschoben. Seine Blicke sprachen Bände:“Das soll es schon gewesen sein?!“

Mit Frauchens Rad unter dem Allerwertesten ging es in die zweite Runde. Dieses Urmodel eines Fahrrades war eine Tortur  für meine Knochen. Keine Gangschaltung, die Sattelhöhe für einen Liliput eingestellt und mit einem sehr wackeligen Lenker ging es in den Großen Garten. Danach war ich scheintot.

 

Ein Anruf bei Arminas neuem Rudelchef ergab: Armina hat ihren Platz gefunden und gehört in die neue Familie. Menschen und Hund kommen prima miteinander klar und haben eine echte Bindung aufgebaut. Wir sind glücklich!