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Wünsche unserer Schnauzer Spike & Benny

1. Mein Leben dauert 10 bis 15 Jahre.
Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, ehe Du mich anschaffst.

2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.

3. Hab‘ Vertrauen in mich – ich lebe davon.

4. Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein.  Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen und Deine Freunde,
… ich habe nur Dich.

5. Sprich mit mir.
Wenn ich auch Deine Worte nicht verstehe,  so höre ich doch am Klang Deiner Stimme, was Du und wie Du es meinst.

6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird – ich vergesse es nie.

7. Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass mein Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchel Deiner Hand zerquetschen könnte, das ich dieses aber nie tun werde.

8. Ehe Du mich bei der Arbeit „unwillig“, „bockig“ oder „faul“, schimpfst, bedenke:
Vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt, vielleicht funktioniert mein Gehör nicht mehr so wie am ersten Tag oder habe ich ein verbrauchtes Herz.

9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde – auch Du wirst einmal alt.

10. Gehe jeden schweren Gang mit mir.

Sag nie: Ich kann so was nicht sehen“ oder „es soll in meiner Abwesenheit geschehen“.

Alles ist leichter für mich … mit Dir!

Frischluft-Fetischist

.. ne Plage für das Rudel ist!

Wenn „Otto Normalbürger“ noch in den Federn von den Weihnachtsgeschenken träumt, hirschen Spike und Herrchen auf Wunsch einer einzelnen -hier nicht näher benannten- Dame über das schneebedeckte Feld. Bei Temperaturen, die Napoleon und andere Möchtegernkriegsherren schon vor Moskau zum Scheitern zwangen, stampfen wir durch die weiße Einöde. 

Benny -der Kronprinz- darf sich zu Hause die Pfoten wärmen. „Das ist viel zu kalt für den Kleinen, der Schnee ist viel zu hoch für den Zwerg, Benny muss sich viel zu sehr anstrengen bei diesen Schneemassen!“ … und ich???

Wie es dem Hündchen geht, hat hier offensichtlich eine viel höhere Priorität, als mein Wohlbefinden!
Daran ändert auch der Fakt nichts, dass sich Frauchen unserer masochistischen Schneewandertruppe angeschlossen hat!

 

Mittags, wir sind zum Essen eingeladen, darf sich der Große erholen. Er muss das Haus hüten.

Und wer darf jetzt mit??? Bei Schwiegermutti wird Benny verwöhnt, dass das Schlaraffenland wie eine Fast-Food-Kette im Vergleich zu einem Gourmettempel wirkt. Kraulen hier, Leckerchen da, Spielen und Knuddeln. „Ach ist er niedlich, der Kleine!“

Wieder zu Hause, müssen wir unser Roll-Training absolvieren.

Neidlos muss ich zugestehen, dass Frauchen mit ihrer „Ich-Clicker-Dir-die-Ohren-voll-Masche“ weit besser da steht, als ich, der ich auf schnöde Käsehappen (immerhin guter Emmentaler) zurückgreife.
Spike hat zwar begriffen, was er machen soll, er lässt sich aber immer noch von der „Käsehand“ lenken.

Benny dreht sich weitgehend allein (vielleicht hilft ihm auch sein Bäuchlein,… Laughing), ist nur noch etwas zu hippelig. 

Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, dann als Zwergschnauzer bei Frauchen! 

Weihnachten mit Schnauzern

Der übliche Weihnachtsvorbereitungsstreß ist vorüber und ließ unsere beiden „Schwarzen“ kalt. Frauchen ging Ihrer genetisch bedingten Lieblingsbeschäftigung nach, Sie bereitete alles zum Feste vor. Meiner genetischen Veranlagung (neudeutsch chillen) durfte ich jedoch nicht folgen, ich musste mit dem „Großen“ eine große Runde gehen. Wieder zurück, waren Söhne, Hunde und Frauchen glücklich. Ihren Hinweis, dass ein Zimmer und die Küche zur „Spike-freien“ Zone erklärt wurden, überhörte ich gekonnt. 

Es ist schon erstaunlich, wie flink ein Riesenschnauzer sein kann, wenn er eine frisch gebackene Weihnachtstorte in Aussicht gestellt bekommt. Die Rester habe ich dann kunstvoll drapiert. Es war vielleicht etwas wenig für die Gäste, aber: Es freut sich das Herrchen, wenn es dem Hunde gut geht!

PS: Es hat schon eine ganze Weile gedauert, ehe Frauchen wieder mit mir gesprochen hat.

Ohropax bitte – Clickertraining Teil 1

Entweder habe ich einen handfesten Tinitus, oder das Clickertraining ist nur etwas für starke Nerven.

Konditionierung: Ich schmiere „Fiederchen“ für den Riesen. Die letzten Fiederchen schmierte ich vor ca. 20 Jahren für meine Söhne. Gelernt ist gelernt! Die Lieblingsleberwurst -von Frauchen Laughing– wird dünn auf dem Bemmchen verteilt.

Klick – Fiederchen greifen – füttern. Hundetraining ist soo einfach. Damit mein kleiner Liebling nichts falsches verknüpft, gehe ich an wechselnde Standorte, setze mich, stehe, hocke und so weiter und sofort.
Auf gut Deutsch: Ich mache mich zum Affen für meinen Hund.
Die delikate Metzger-Leberwurst wird an den Hund verfüttert, statt sie selber zu essen.
Herrchen rennt mit einem Spielzeug durch das Haus, dass ein Zweijähriger ablehnen würde und ich nehme Körperpositionen ein, die im Kamasutra unter gänzlich anderen Aspekten beschrieben wurden. 

Dank des stark reduzierten Frühstücks, nimmt mir Spike den lieben Hundevati ab. Klick und Sitzen, Klick und Platz, Klick und … -der Gute will schon mehr, als er soll.

Nach ca. drei Minuten ist der Anfang geschafft. „Schluss!“

Doch jetzt will Frauchen ihren Clicker einsetzen. Click hier, Klick da – Spike begreift die Welt nicht mehr. Ein Stillhalteabkommen zwischen uns Wettbewerbern gibt ihm erst einmal eine Chance, zu begreifen was ich will.

„KLICK“ macht es wieder. Zitat (wörtlich):“Nur das eine Mal noch!“ „KLICK“

Frauen wären etwas Wunderbares, wenn sie sich doch an Vereinbarungen halten würden!

Alles in Allem habe ich die Prozedur heute 3x wiederholt. Spike sollte langsam begreifen, was Klick bedeutet.

Als Frauchen -total unfair!- heute schon beginnt die von ihr ausgesuchte Rolle zu üben, merkt sie, wie schwierig dieser Trick ist.
Den „Fair-Play-Pokal“ anstrebend, gehe ich bei dem absolut ungemütlichen Wetter mit Spike vor die Tür. Wie lange kann man sich eigentlich an einer Zigarette die Finger wärmen???

Benny will sich nicht rollen, er will die Belohnung direkt. Also springt er auf! Platz! KLICK – ich kann es nicht mehr hören!

Zu Frauchens Ehrenrettung muss man sagen, dass sie ihre Vorbereitung auf die Übung nicht für sich behält, sondern mir zeigt, wie es beim Zwerg nicht funktioniert hat, theoretisch aber hätte funktionieren sollen.
Dafür ein „Klick!“

Klicker – Wettstreit

Nach einem harmonischen Samstag, bei diesem Sauwetter direkt einmal ohne Hundesport, kommt Frauchen die verrückte Idee. Doch der Reihe nach:

Ein ruhiger Samstagmorgen, Frauchen kommt vom Wochenendeinkauf und ich habe den Frühstückstisch gedeckt. Nach dem obligatorischen Hausfrauen- und -herrenprogramm, folgt ein kurzer dienstlicher Einkauf. Die Schnauzer sind allein zu Hause. Das Mittagessen nehmen wir schon mit Schuldgefühlen zu uns. So wenig haben wir selten mit unseren vierbeinigen Zöglingen unternommen. Da das Hundefutter langsam zur Neige geht, bietet es sich an, den Einkauf per Pedes mit den Schnauzern zu erledigen. Bei dieser Glätte entwickelt sich der Fußmarsch zu einer Mischung aus Agility und Selbstverstümmelung.

Wieder zu Hause spielen wir mit den Hunden. Aufregend ist etwas anderes!

Beim Stöbern im heimischen Bücherregal fällt Frauchen ein Buch über Hundetricks in die Hände – ab jetzt wird es ernst! Keck fordert sie mich auf, mir einen Trick auszusuchen, den wir jeder „unserem“ Hund beibringen. Sie will wissen, wer mit „seinem“ Hund besser umgehen kann.

Sch… Ehrgefühl und Stolz. Hätte ich mir doch auf die Zunge gebissen! 

Jetzt stecke ich mit Spike in der Zwickmühle! Frauchen und Benny „klickern“ (sich) schon seit einer geraumen Zeit. Wer wen ist ja für diesen Wettkampf nicht unerheblich, aber Erfahrung haben sie beide damit! 

Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, wie bringt man einem Riesenschnauzer eine „Rolle“ bei? Also die Übung, bei der sich der Hund im Platz einmal um die eigene Längsachse wälzt. Ich hatte mich zwar für das „Rückwärtsgehen“ entschieden, aber Frauchen gefiel diese Übung besser. Kavaliere der alten Schule, wie Spike und ich sind,  überlassen wir natürlich immer den Schwächeren die Wahl der Waffen!

Somit ist mein Wochenende „im Eimer“, muss ich doch schnellstens lernen, wie man mit dem Klicker umgeht! Sobald ich hier fertig bin, werde ich mich weiter in mein „Clickertraining“-Buch vertiefen, welches Frauchen Gott-sei-Dank nicht gefunden hat.