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Sturm über Deutschland

Der zweite Jahrhundertsturm in diesem Jahrtausend fegt über Deutschland hinweg. Die Schnauzer sind offenbar klüger als wir Zweibeiner. Nach Frauchens Meinung müssen wir einen ausgiebigen Spaziergang absolvieren und einen „Ich-will-noch-mal-raus“ Frischluftschnapper durchziehen.

Kaum zu Hause legen ssich die Jungen hin und harren der Dinge, die da noch kommen werden. Benny hat unter seinem Lehnsessel den sichersten Platz gewählt.

Beim alltäglichen Abend-Gassi tippelt Benny vor der Tür. Er will raus! Kaum ist die Tür geöffnet, blickt er mich fragend an: Muss ich oder soll ich? So schnell, wie er an heraus wollte, so schnell war er auch wieder in seinem Körbchen. „Geh Du mal alleine – ich bin Junggeselle und muss auf kein Weibchen hören!“

Wer spricht Hunden eigentlich die Intelligenz ab?

IPO FH Teil 2

Der zweite Teil der Prüfung stand an. Bei unangenehmem Wetter, mit Regen und Wind (nicht so stark, wie angedroht) ging es wieder am frühen Morgen los.

Benny, der Zwerg, machte auf seinem Weg zur FPR3 gleich augenscheinlich, was er davon hielt. Keine 10 Meter vor der Anmeldung suchte er sich erst einmal ein Plätzchen am Wegesrand, um mit einem deutlich gesetzten Häufchen zu demonstrieren:“Ich finde die Veranstaltung hier Kacke!“ Und genau so suchte – oder besser – schüttelte sich der Kleine über die ersten beiden Schenkel der Regenfährte. Abbruch! Frauchen nahm die erneute Niederlage sehr gelassen hin. Respekt! Der Zwerg hat nach jahrelangem Kampf erreicht, was er wollte: Kuschelhund ohne Prüfungsarbeit lautet sein neuer Status. Es hat lange gedauert, ehe Frauchen das akzeptieren wollte, aber jetzt hat auch sie den Zwergschnauzer verstanden.

Noch etwas „angefressen“ von der gestrigen schlechten Bewertung (oder war sie vielleicht doch nur dem Stellenwert einer IPO-FH angemessen?) holte ich meinen Großen aus der Box. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, sich freudig und triebig in das Fährtengelände zu bewegen, saß er eher gelangweilt und gähnend beim Anlegen des Fährtengeschirrs rum. Der Ansatz war gut, der erste Schenkel bis zum Gegenstand einfach nur ein Traum. Tiefe Nase, kein Faseln nach rechts oder links und ein erstklassiges Platz am ersten Gegenstand nach ca.150 Metern. Als ich die Leine losließ, sprang Spike auf einmal auf und fährtete ohne Kommando weiter. „Das hat er doch noch nie gemacht!“ Dem Riesen folgend, weicht meine Sicherheit. Er tändelt rechts und links, um dann nach rechts abzubiegen. Ich folge ihm, in meinem unerschütterlichen Vertrauen in seine Suchleistung. Geschätzte 15 Meter nach dem Winkel höre ich von hinten einen Zuruf: “ Es tut mir Leid – Abbruch!“ Spike und ich hatten uns von der gelegten Fährte um mehr als die erlaubte Leinenlänge entfernt. Zwar nur um ca. 3 Meter unterhalb des parallel zu unserem Weg verlaufenden richtigen Schenkels, trotzdem völlig zu Recht – Abbruch. Es sollte heute nicht sein!

Es mag sein, dass Spike wie schon angedeutet „etwas ausbrütet“, er meinen Frust über die Bewertung des Vortages merkte und nicht zuordnen konnte, am Vortag jemand hier fährtete und er quasi in einen Verleiter hineinlief … der Schmerz sitzt tief – aber wir waren gestern einfach als Team nicht gut genug!

Wenn der Spruch stimmt, dass das Problem immer an dem Leinenende mit der kleinen Schlaufe ist, dann entschuldige ich mich gedanklich bei meinem Hund dafür, dass ich ihn mit meinen menschlichen Befindlichkeiten aus dem Konzept gebracht habe.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Kommendes Jahr packen wir diese Prüfung!

Danke an alle, die uns bis hierhin unterstützt haben und ein Dankeschön auch an den Prüfer, der seine Freizeit u.a. für uns geopfert hat.

Für die Aufnahmequalität kann ich nachweislich nichts! Ich laufe da vorn über den Acker!
Frauchen hat ausnahmsweise beim Filmen des Erdbodens auch teilweise den Schnauzer und Hundeführer mit erwischt!
Hier die umgeschnittene Prüfungsfährte des ersten Tages.

IPO FH Teil 1

Gegen 6:00 Uhr fahren Spike und Herrchen zum ersten Teil der Fährtenprüfung. Nach Stunden in der Box, darf Spike gegen 12:00 Uhr ran. Ein völlig unbekannter Leipziger Fährtenleger hat gegen 8:30 Uhr die 1800 Schritt-Fährte weitgehend quer zur Furche in die Wiese gelegt. Der Mann verstand sein Handwerk – eine besch… im Gelände liegende Traumfährte. Für das Gelände kann der Mann nichts.

Der erste Schenkel wurde mehr recht als schlecht genommen. Lag es am Wind, am Gelände oder weiss der Kuckuck woran, so ein Geeier veranstaltet er sonst doch nicht. Die beiden spitzen Winkel fährtete Spike mittels Einkreisen ein – keine Kritik an den Fährtenleger, aber hier ist eigentlich Spikes Stärke. Dazu noch einen Gegenstand auf dem 5. Schenkel überlaufen, Bäckerbursche wir müssen miteinander reden! Weitere Punkte wurden an jedem Gegenstand abgezogen für das Streicheln über den Rücken, „unerlaubte Bindung des Hundes“ oder so. Die letzten beiden Gegenstände hat Spike kurz in den Fang genommen, Herrchen kurz angeguckt, frei nach dem Motto: Siehst Du, dass ich die Dinger finde! Dann gib mir doch endlich mein Futter.

Vom Fährtenleger wurde mir auf dem Rückweg schon gratuliert – reichlich 80 Punkte! Bei der Auswertung schlief mir dann das Gesicht ein … 70 Punkte. Knapper geht es nicht.

Funkstille beendet

Es ist -hundetechnisch- nicht wirklich viel geschehen. Der triste Alltag nagt am Rudel.

Wenn Herrchen wieder etwas Zeit hat, wird er hier nachträglich berichten über:

  • Fährtentraining bei Gabi und Uwe …kurz vorab: Es war „der Hammer“.
  • Urlaub mit Hund in Dangast an der Nordsee … das war der Reinfall
  • IPO-FH-Prüfung … das wird am 2./3. 11. der Knüller (hoffentlich nicht der Brüller)

Als kleinen Vorausblick, hier der erste Einblick:

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Fährten – Frauchen schwebt auf Wolke 7

Am vorletzten Wochenende (18.08.) hatte Frauchen mit zwei weiteren Hundesportfreunden eingerührt, dass weder Herrchen, noch die Schnauzerjungen ausschlafen dürften. Punkt 07:00 Uhr war am Sonntag Treffpunkt auf dem Fährtenacker. Gegen 7:30 Uhr lagen die Fährten auf einem trockenen Ansaatfeld.

Die Damen erwarteten wirklich, dass ich –mitten in der Nacht und im Zustand völliger Schlaftrunkenheit- wisse, wo ich vorher entlang gelaufen bin! Einfach lächerlich! Wir hatten doch Suchhunde mit, die würden das schon richten.

Benny, der “Ich-suche-für-Frauchen-Hund” begann. Vier Gegenstände, eingeknicktes U mit sechs Schenkeln, Länge ca. 700 Schritt.
Mit tiefer Schnauze zog der Zwerg ab. Sowohl die Winkel, als auch die Gegenstände hat der kleine Mann erstklassig genommen.

Lag es an der langen Pause? Motivierte ihn das großzügig verteilte Futter?

Liebt er Frauchen noch abgöttischer?

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Fakt ist, von allen suchenden Hunden dieses Morgens (je 1x Dackel, Hovawart, Riesenschnauzer) war das mit Sicherheit die beste Sucharbeit!

Motte, Christa und Spike suchten ebenfalls sehr gut und hätten nach meiner laienhaften Einschätzung die angestrebte IPO-FH bestanden. Aber Benny hat uns die Überraschung des Tages geliefert.

PS: Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, was wir am letzten Wochenende (25.8.) gemacht haben? Aber dazu später mehr!

Wie der Heere, so ’s Gescherre

Frauchen ist über das Wochenende bei Sohnemann an der Nordsee zu Besuch. Also sind wir drei Männer ganz allein. Die Schnauzer halten Herrchen ganz schön auf Trab. Es ist schon irre, was Frauchen mir so alles an Arbeit abnimmt.

Aber jetzt hat sie den Bogen völlig überspannt! Schleichend, ohne dass ich etwas bemerkt habe, hat sie mir den Keim der Aktivität eingepflanzt! Wenn ich mich schlecht fühle, weil die Hunde nicht bespaßt werden, dann läuft da irgend etwas absolut falsch!

Ich fahre allein mit den Schnauzern baden, aber an einen Tümpel, wo kein Zweibeiner rein kann. Also schwitzt Herrchen beim Bällchen werfen, während die Hundejungen zitternd fordern „noch einmal“!

Fertig von der Hausarbeit -Frauchen hat als gute Fee drei Wünsche gehabt (musste nicht eigentlich die Fee die Wünsche erfüllen???) – kraule und schmuse ich abwechselnd mit Groß und Klein; klickere ich die Jungen und kümmere mich um deren leibliches und seelisches Wohl.

Frauchen, es wird Zeit, dass Du wieder zum Rudel stößt!

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Der Regentrude sei es gedankt

Dem Regen sei Dank, Frauchen hat keine Möglichkeit, die Schnauzer und Herrchen auf große Entdeckungstour zu schicken. Die Schnauzer stehen kurz unter dem Vordach und zeigen ihre Abneigung deutlich. Schnell sind sie im Körbchen -kann auch mal ein Bett sein- verschwunden.

Somit hat Herrchen Zeit, die Fotos der letzten Wochen zu selektieren und hier zu veröffentlichen. Viel Spaß damit!

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Freunde

Heute ist Spikes 5. Geburtstag. War es ein Omen oder einfach nur eine glückliche Fügung … seine von ihm über alles geliebte Züchterin war bei uns.
Nach den vielen Heimsuchungen unsererseits, ist es Gabi und Uwe endlich gelungen, sich für einen Besuch in Dresden frei zu nehmen.
Da es hier um die Schnauzer gehen soll, sei nur so viel erwähnt: Wir haben noch nie so angenehme, „auf einer Wellenlänge schwimmende“, Übernachtungsgäste bei uns gehabt. Das Verhältnis war einfach nur Freundschaft in seiner ursprünglichen Bedeutung.
Interessant und rührend war zu sehen, wie sehr Spike (Einstein) die Zuneigung seiner Züchterin suchte. Auch wenn Uwe und Gabi es nicht glauben wollen, so „aufgedreht“ haben wir mein Baby noch nie erlebt! Ja, er knaspert gern an den Armen seiner Lieben. Ja, er springt auch gern seine Sympathieträger an, um ihnen Auge in Auge zu zeigen, wie sehr er sie mag. Aber dass er bei Abwesenheit von Rudelfremden (Morgengassi mit Ghostbuster) wie von der Furie gehetzt nach diesen im Hause sucht, dass ist eine uns unbekannte Qualität.

Fährtentraining unter Männern

Mein Hundesportverein in Weixdorf hatte ein Übungswochenede organisiert. Unterordnung, Schutzdienst und Fährtentraining.

Frauchen, war bei unserem Sohn, somit durfte Herrchen sich mit den Schnauzern ärgern. Ich muss -denke ich- nicht erwähnen, wer uns angemeldet hat.

Die Gründe, weshalb ich schon nach dem ersten Tag die Notbremse zog, gehören nicht hier her. Nur kurz, nach meinem ganz individuellen Empfinden, lag der Ausbildungs-Schwerpunkt nicht im Fährtenbereich. Danke den Organisatoren für den -bis auf das Fährten- tollen Tag: Ihr habe Euch wirklich Mühe gegeben!

Drei Männer allein zu Hause, das kann eine Chance sein. Also gingen wir am Samstag und Sonntag in die Fährte. Ein Acker war schnell gefunden und somit durften die Schnauzer ran. Während Benny am Freitag die Fährte nicht einmal ansatzweise laufen wollte, suchte er am Samstag FH-reif, um heute beinahe jeden Winkel zu ignorieren.

Einstein (Spike), der am Freitag toll suchte (bei ca. 1m hohem Gras nicht wirklich ein Kunststück), suchte gestern prüfungsreif auf von steinigem Acker, über Wiese bis hin zu Matschacker.
Heute zeigte er wieder, wie gern er sucht. Eine 2,5 Stunden alte Fährte auf Acker, mit mehreren spitzen Winkeln, einem Vollkreis als Winkel  und sich drei x selbst überschneidender Fährte, fehlte ihm am Ende der langen Strecke nur etwas Kondition. „Motte-Mutti“, die sich spontan dazu gesellt hatte, lobte meinen Fährtenhund, um danach in Frauchens Horn zu blasen: „Dein Hund muss nichts mehr lernen … aber Du!“

Ob sich die Frauen abgesprochen haben – oder liegt das in ihren Genen?