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Fährte am Morgen

…vertreibt Kummer und Sorgen -oder so. Jedenfalls begab sich unser Rudel am Sonntagmorgen kurz nach 9:00 Uhr auf das Feld der Ehre. Ich betone: Hunde nüchtern, wie zur Blutabnahme, Frauchen und Herrchen vollgestopft mit einem leckeren Frühstück. So schön kann Hundeerziehung sein! Beide Hundejungen gaben im Rahmen ihrer Möglichkeiten Vollgas. Was so ein bisschen Hunger alles bewirken kann.

Obwohl wir nur 5 1/2 Fährten legten (Päckchensuche in einer alten Fahrspur zählt nicht), vergingen doch zwei Stunden, die unseren Schnüffelnasen sehr viel abverlangten. Wieder zu Hause, schliefen sie den Schlaf der Gerechten. Schn..ze voll, lautete wohl das körpersprachliche Credo.

 

Fährtenprotokoll

Pazifist wird aggressiv

Nach dem Debakel in der Schutzhundarbeit, hat sich unser Ausbildungswart Detlef echt Gedanken gemacht. Mein Vorschlag, Spike als Zuschauer mit Ignoranz zu strafen, rang ihm nur ein müdes Lächeln ab. Der Misserfolg war wohl vorprogrammiert. Detlef beobachtete unseren Wehrdienstverweigerer sehr genau. Seine -für mich schmerzliche- Analyse: Das Problem hängt am anderen Leinenende.

Wieder einmal ist es Rita, die uns hilfreich beiseite steht. Sie führt meinen Schmusebären zum Schutzdienst. Erfahren, wie dieses Team Detlef und Rita ist, beginnt Spike zu begreifen, was er eigentlich machen soll. Keine Spur mehr von Müdigkeit!  Damit wir uns nicht falsch verstehen, er sieht es immer noch als Spiel an, obwohl er heute das erste Mal nach Detlefs Aussage, kurz im angestrebten Aggressionsbereich gearbeitet hat.

Auch wenn ich offenbar zu bescheuert bin, Spike richtig zu führen, mit von Stolz erfüllter Brust verließ ich den Platz!

Toll, wenn die Profis ihr Können lausigen Amateuren zur Verfügung stellen.

Fort Knox in Dresden

Nach 14 Tagen Freizeit mit Hunden, konnte ich den Wunschzettel von Frauchen abarbeiten. „Wir“ wünschten uns ein absolut ausbruchssicheres Grundstück. Bis auf eine kleine Ecke, sind wir uns 100-%-ig sicher, dass kein Hund der Welt da rauskommt. Die Grenzschützer der ehemaligen DDR hätten an meinem Bauwerk ihre helle Freude gehabt. Sperrgestrüpp, Riesen-Sprung-Verhinderungs-Bretterzaun, äußerer Gartenzaun, das Ganze auf massivem Betonuntergrund mit Aufkantung nach außen. 

Also nutzte ich die vergangene Zeit, um

a) den Anti-Sprung-Zaun mit etwas grüner Farbe zu kaschieren 

b) die theoretische Fluchtmöglichkeit über den Komposthaufen und anschließendem weiten Hochsprung in Nachbars Garten zu vereiteln.

Somit haben wir jetzt mit Sicherheit die hässlichste Gartenumrandung ganz Sachsens, können aber mit etwas Kreativität ein eigenes „Mauermuseum“ einrichten (Laufhunde haben wir ja).

Spikes Hilfe bestand während der ganzen Gartenarbeit darin, dass er mir beim Buddeln der Löcher tatkräftig zur Hand ging. Vielleicht hätte ich ihm noch etwas genauer zeigen müssen, wo die Pfähle zu setzen sind, denn er war immer so 1 – 30 Meter abseits dabei. Benny bewachte die ganze Aktion mit seinem Lieblingsspielzeug (wo hat er diese Uraltversion gefunden) und meldete potentielle Gartengrenzverletzer.

 

Ich bin „fertig auf den Knochen“ und hoffe nunmehr, dass Frauchen nicht mit einer anstrengenden Hundeanimationsveranstaltung meinen wohlverdienten Wochenendbeginn unterbricht.

 

{besps}fort/{/besps}

Garten Eden – 2.Versuch

Aus den Kommentaren zum gestrigen Artikel ist zu entnehmen, dass Armina wieder zurück ist. Viele Informationen haben wir noch nicht. Hoffen wir, dass Armina den zweiten Anlauf zur Rudelintegration besser nutzt.

Wer immer Armina in der Nacht fand – unbekannter Weise meinen Dank!

Euch, Familie K., noch einmal viel Glück mit der Kleinen und danke für die schnelle Kontaktaufnahme.

Paradies gefunden!

Armina scheint ihr verlorenes Paradies wieder gefunden zu haben. In Riesa wird sie zu Hause sein. Die Familie hat meine Erwartungen übertroffen: freundlich, mit Hundeverstand, gestanden und liebevoll!

Von den Gefühlen noch übermannt, nur kurz:

Danke Heike (Arminas eigentliches Frauchen), für Deine tolle Arbeit und Dein Engagement!

Danke liebes neue Rudel, für den freundlichen Empfang für Armina!

Danke ALLEN, die direkt oder indirekt dazu beitrugen, dass „unsere“ Armina ein neues, tolles, Heim gefunden hat!

ARMINA – wir drücken Dir die Daumen für ein glückliches Hundeleben in Deinem neuen Rudel!

Vermittlung 1 – gescheitert

Gestern Vormittag kam ein Anruf. Die ersten Interessenten (wie schon gesagt sehr nett), fanden das „Schwanzgeld“  von 150,-€ für die „Kleine“ als unangemessen hoch.  Pokerten sie? Ich weiß es nicht! Fakt ist, dieser Obolus liegt weit unter dem hier üblichen Betrag für einen Tierheimhund.

Was die Erstinteressenten nicht wissen konnten, am Freitag hat sich ein weiterer Interessent -erst bei mir telefonisch und dann im direkten, perönlichen Kontakt mit Armina-Frauchen- auf die absolute Favoriten-Position geschoben. Nach dem Verlust seines Hundes ist er (sind sie) auf der Suche nach einem neuen Begleiter. Armina und Armina-Frauchen waren richtig angetan von diesem Paar. Da ich, außer ein paar kurzen Worten am Telefon, die Leute nicht kenne, kann ich nur hoffen, dass die Aussagen der Armina-Ziehmutti stimmig sind.

Für mich war es toll zu erfahren, dass dieses Paar sich sofort auf den Weg zu Armina begab. Heute Nachmittag treffen wir uns persönlich – ich bin gespannt, wie ein Flitzebogen.

Wochenende hundeintensiv

Gestern: Hundesport mit den beiden Rackern. Benny läuft immer noch im „Sicherheitsabstand“, wenn er bei Fuß gehen soll. Frauchen lebt doch nicht auf „großem Fuß“, warum also dieser Abstand??? Spike springt über die Wand und hat begriffen. was ich von ihm will. Beim Schutzdienst wurde ich mehr oder weniger deutlich weggelobt. Rita (die nette Dame von unseer ersten Hundeausstellung) nahm die Sache in die Hand. Spike kann, wenn er will -oder ich nicht dabei bin!

Heute: Fährtenarbeit mit Motte. Beide (Motte und ihr Frauchen) wissen, wovon sie reden (oder bellen). Sonntag Nachmittag, jeder „Normale“ sitzt bei Kaffe und Kuchen und genießt das sonnige Wochenende. Nur ein paar Verrückte rennen über einen Acker, um ausgehungerten Hunden ihr Futter in atomisierter Form in extra dafür ausgelatschte Fußspuren zu legen. Nach der zweiten Fährte waren wir fertig. Motte-Mutti noch lange nicht. Mit ihrer unwahrscheinlich sachkundigen und zugleich sehr freundlichen Art, spornt sie uns an, den Hunden (und uns) noch mehr zu bieten.

Benny sucht konzentriert und zeigt die Gegenstände schon ziemlich deutlich an.  Er und Frauchen sind zu einem richtigen Team zusammengewachsen. Sie versteckt die Gegenstände, er findet sie und zeigt (mal im Sitz, im Platz oder einer Mischung aus Beiden -der Boden ist ja auch sooo kalt!) die Gegenstände an. Frauchen freut sich wie ein Flummy darüber! 

Spike, unser Einstein, macht in dieser Phase seinem Namen alle Ehre. Mitten in der quer zur Furche laufenden Fährte erhebt er sich und späht regelrecht nach dem zu suchenden Gegenstand. Mein Freund- Du sollst die Nase benutzen! Also legen wir Fährte Nr. 4 (nur ganz kurz) und verstecken die Gegenstände so gut es geht hinter dem spärlichen Grün. Punkt – Satz- und Sieg! Nach einem kurzen (untauglichen) Versuch, geht die Schnauze wieder in die Fährte und bleibt dort bis zum Schluss. Danke Motte-Mutti!

Das Du Dir Deinen Sonntag für uns auf dem Acker um die Ohren schlägst – womit haben wir das verdient??? 

Fährtenprotokoll

Armina – neue Besitzer?

Wie bereits angekündigt, fand gestern Nachmittag das erste Aufeinandertreffen von den möglichen Neubesitzern und Armina statt.

Um es kurz zu machen: Nette, junge Leute, die gleich ihre Nachbarn mitbrachten, um allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen – tolle Idee und Respekt vor dieser Weitsicht! Weniger euphorisch, als ich dachte, war es ein nettes Aufeinandertreffen der beiden (möglichen) Rudelparteien. Armina benahm sich so, wie ich sie kenne: kontaktfreudig, unaufdringlich und zugänglich. Wenn alles klappt, hat Armina den 6-er im Lotto und die Interessenten einen lieben Familienhund. Daumen drücken !

Vorher war ich mit Spike noch für ca. eine Stunde in der Weite dieser idyllischen Gegend. Für einen Stadtmenschen ist es unnatürlich und unwahrscheinlich beruhigend, den Horizont so weit weg und unverbaut zu sehen. Mein „Junge“ benahm sich mustergültig. Sein „Kalb austreibend“, hörte er wie auf dem Hundeplatz. Schnüffeln, sprinten, W E I T E betrachten – ein Hundeleben kann so toll sein! Als er dann noch ein Flüsschen fand, um zu trinken, war seine Welt in Ordnung. Meine aber nicht mehr! Kann denn keiner den Hunden beibringen, dass Moder und Schlamm nicht nur dreckig sind (damit kann ich nunmehr leben) sondern teilweise bestialisch stinken??? Unser Auto war eine Duftoase für jede Schmeißfliege!

Hunde sind Nasentiere – das ich nicht lache!

Aber bei diesem Anblick darf er ALLES!